Äste

Kapitel

Äste

Die Äste sind jene starken Arme eines Baumes, mit denen er sein eigenes Laub oder die schwere Last der Nadeln trägt. Aus diesen sprießen im Frühjahr die Knospen hervor. Dann, wenn das geschehen ist, weiß man es, dass bald wieder bessere Zeiten kommen werden.

Hügel, Aquarell

Sprachgestaltung

In Gedanken ein Arbeiter sein

Mehr als mein Leben mir gerade aufgezeigt hat, könnte ich nicht bei mir bedenken. Allein nur das, was ich bei mir behalte, wird sich mir eigentlich auch für kommende Zeiten bewahren. Da bin ich mir sicher, dass es wertvoll und wichtig für mich ist, was ich erfahre und erlebe. Dieses soll das Eigentliche sein, aus was ich meinen Fundus für mein Kunstschaffen schöpfen möchte.

Und das leiste ich gewissenhaft. Das alles, was hierbei schon wahr geworden ist, hat mich mit etwas Gutem ausgestattet. Seit der gewissen Dauer einer fortwährenden Betätigung daran ist das so bei mir gegeben.

Mein Werk steht, von seiner Entwicklung her gesehen, in unmittelbarem Zusammenhang mit dem von mir Zeit meines Lebens bewahrten und weiter ausgebauten Fundus an eigenen Dingen, wie ich sie besitze. Diesen versuche ich zu beherrschen, indem ich ihn gut aufbereite. Das soll ein regelrechtes Aufforsten meiner Dinge sein, was ich da tue. Mit meinem Werkschaffen bilde ich nach und nach das Gesamte ab, was mir zu eigen ist. Das hat meiner eigentlichen Sehnsucht nach einer sinnvollen Betätigungsart manchen Frieden gestiftet und mich erfüllt. Im Laufe der Zeiten seit dem Winter der Jahre 2004 und 2005 habe ich das so bereitwillig getan. Mein Schicksal hat mich seitdem wieder auf einen Lebensweg geführt, welcher mich erneut an mein Kunstschaffen angebunden hat. Da habe ich meinen Lebensweg wiederum als einen Prozess aufzufassen begonnen. Ich bin in mich gegangen und habe mein Gut wieder zu entdecken versucht. Dabei sind vielerlei Arten von echten Lebensfragen bei mir aufgekommen und haben einer Klärung bedurft, eine solche aber zeitweise auch erfahren. Eine Aufbereitung davon, was mich ausmacht, zu leisten, das ist mir da mehr und mehr erforderlich erschienen, schließlich sind doch meine Werke teilweise ungewöhnlich. Und das bin ich dann auch gerne so angegangen, als die dafür notwendigen Mittel endlich zur Verfügung gestanden haben.

Inzwischen hat schon so manches davon, was ich einmal geleistet habe, bei mir zu seinem Bestand gefunden. Flechte ich meine aktuell gültigen Gedanken und Ideen dazu in die bereits bestehenden Textwerke ein, so tue ich das nun vorsichtiger denn je. So ist es jetzt bei mir gegeben, dass ich meine Basis zu diesen Momenten weiter ausbauen kann. Ich schreibe Aphorismen, male Bilder und musiziere etwas in meiner freien Zeit, was mich erfreuen kann. Das bereichert mich so stark, dass ich es vorhabe, das fortzusetzen.

Für mich und meine Mitmenschen im direkten Umfeld von mir trete ich dabei ein, während ich meine Werke gestalte. Da ich gegenwärtig vor allem darauf fokussiert bin, einfache Dinge auszuarbeiten, kann ich es wahrscheinlich zurecht so sagen, dass mir etwas Gutes dabei gelingt. Auch andere Menschen werden so etwas tun können, insofern sie sich zu betätigen wissen. Darin bin ich mir sicher, dass so etwas möglich ist. Derweil bin ich zu einem Menschen mit einem gewöhnlichen Tagwerk geworden. Was auch immer ich da leisten werde, es soll von seiner Art etwas sein, was nicht allein nur ich verrichten können würde. Diese Einstellung zu der Art meiner Dinge möchte ich mir erhalten dürfen.

Es wird jenes Gesamtwerk wie auch dieses kleine Wiki hier von mir hoffentlich bei seiner Betrachtung einmal als Gesamtes bestehen. Dazu strenge ich mich so dabei an. Darauf möchte ich bauen dürfen, dass es irgendwann einmal so gegeben sein wird.

Vogel, Ölmalerei

Phänomenales

Das Objekt in den Händen

Lange Jahre schon habe ich in der entsprechenden Alltagssituation darüber nachgedacht, wie man sich mit einem Gegenstand virtuell verbinden kann. Dabei habe ich ganz unterschiedliche Erfahrungen mit den Dingen aus meiner direkten Umgebung gemacht.

So habe ich bereits festgestellt, dass es nicht einen generellen, sondern Wechselweise zwei Zustände gibt, welche das zu einer bestimmten Situation Mögliche für uns selbst festlegen. Mal ist der eine und mal der andere davon dominant wirksam geworden. Dabei ist der eine davon etwas schädlicher als der andere. Sehr zum Leidwesen eines Künstlers ist dieser aber der häufiger Vorkommende im Grundzustand der Dinge.

Auf diesen schädlichen Anteil der Dinge möchte ich nun kurz eingehen. Das soll ein Zustand der Abkühlung sein, was ihn ausmacht. Ein solcher würde es nicht leicht zulassen, dass man in Vereinigung mit einem Objekt tritt. Das wird hinderlich für eine jede Form der Arbeitsverrichtung sein. Man ist ungelenk dabei, wenn man erkaltet ist. Nichts würde da so richtig rund laufen bei uns. Es gibt dann zudem kaum richtige Ergänzungen zur eigenen Form, welche uns etwas möglich machen werden. Man könnte dann nahezu nichts auf eine passende Weise ausgestalten. Das wird ein schrecklicher Zustand sein, welcher einem die Lust am Arbeiten vermiesen kann.

Der andere Zustand ist jener einer inneren Wärme der Gegenstände. Dieser macht sie weich und geschmeidig. Da hat man es dann durchweg gut mit diesem Dasein, wenn man etwas für sich erarbeitet. Man kommt zu Pott bei Tisch und es ist etwas da, von dem man zehren kann. So wirkt sich das aus. Da gelingen die eigenen Werke sogleich wieder besser, wenn man sich an den Dingen erfreut.

Diesen zweiten Zustand gilt es zu suchen und zu verwirklichen. Man sollte es nicht abwarten, bis er von sich aus wahr wird. Wer tätig sein möchte, der stelle diesen Zustand eben einfach bei sich her. Das soll der erste Schritt auf einem Weg hin zu einem eigenen Werkschaffen sein. Ein solches setzt etwas voraus. Dazu muss man es wissen, wie das geht, was man da tun möchte. So etwas hat jeder Mensch genau zu bestimmen. Eine gewisse Übung darin, es bei sich einzurichten wird zudem erforderlich sein, ehe man die damit verbundenen Kräfte, Impulse und Momente richtig einschätzen wird. Da wird man sich im Umgang mit diesen zu erproben haben. Es sollen unsere Werke in einer einfachen, aber gutartigen Weise gelingen. Man wird gewiss einiges an Freude dabei erfahren, wenn das klappt.

Der Zustand des Wartens auf ein solches Glück wäre unumgänglich. Um eine gewisse innere Wärme an unseren Werkzeugen, den Werkstücken wie auch der Umgebung einzustellen, bedürfen wir einer klaren Ruhe und Stärke für unsere Selbstorganisation. Nutzen wir die gegebenen Möglichkeiten dazu mit Nachdruck. Zuallererst sollen wir aber die klimatischen Bedingungen der Umgebung anpassen, um zu einem geeigneten Rahmen für unser Vorhaben zu finden.

Anschließend nehmen wir die vorgesehenen Mittel in die eigenen Hände und erspüren diese. Wir möchten so einen Bezug zu dem gegebenen Objekt herstellen und diesen für eine ganze Weile bei uns aufrechterhalten. Ein Temperaturausgleich findet da zwischen den Händen und dem Gegenstand statt. Das Fließen der Wärme vom einen Ort zum anderen geschieht derweil von sich aus als Übertrag, wenn wir den Gegenstand unserer Wahl erst einmal eine ganze Zeit lang gut festgehalten haben.

Man nehme das Objekt zur Verwendung also sicher in die eigenen Hände und bringe es erst einmal auf eine einheitliche Temperatur. Dabei halte man dieses in einer für unsere Hände angenehmen Weise. Da wird uns dieser Gegenstand mit seiner Haptik wahrscheinlich bald etwas besser vertraut sein.

Dank dieser Einflussnahme auf die Sache ändert sich vielleicht das eigene Verhalten gegenüber ihr. Der Gegenstand wird in einen anderen Zustand versetzt, welcher für uns annehmbar ist. Haben wir diesen Zustand erst einmal zu verwirklichen gelernt, so werden wir bald besser mit solchen Objekten umzugehen wissen. Viel Gutes wird für uns überhaupt erst dann im Umgang mit solchen Dingen möglich sein.

Idee

Unerlässlichkeiten

Ein paar Handgriffe soll jeder Mensch jeden Tag bei sich zuhause tun. Was man da so alles machen möchte, das bleibe einem selbst überlassen. Sich bei dieser Sache in das Tun und Sein eines anderen über Gebühr einzumischen, das wäre arg.

Ein paar Handgriffe wird jeder selbst gerne tun. Man komme aus einer zeitweiligen Schonhaltung oder wahrscheinlich verkehrt gebildeten Anspruchshaltung heraus und gehe seine Dinge in einfacher Weise an, auf dass diese auch einmal so wahr werden, wie man diese bei sich einzurichten wünscht.

Phänomenales

Von sich aus Erfolg haben

Ich bin bisher noch immer nicht bereit dazu, das zufällige Wirken eines Menschen als einen gewollten Erfolg von diesem anzuerkennen. Es haben die Werke der Menschen gewiss immer wieder einmal einen solchen Anteil an sich getragen, aber das sollte nicht der Hauptanteil an deren Wirken sein.

Gewiss treten manche Umstände im Leben eines Menschen auf, welche diesen bedingen. Damit hat man umzugehen. Aber das eigene Leben werde auf einer geraden Bahn gehalten und somit auch auf eine gute Weise geführt. Es soll gerade darum kein Verwirrspiel für uns selbst sein, es zu bestimmen, was es heißen wird dieses Leben zu führen.

Ein Treiben der Dinge dürfte man nicht auf Dauer bei sich selbst zulassen. Man verwehre sich darum gegen eine voreilige Anerkennung des Erfolgs bei allzu zufällig erreichten Zielen. Vielmehr setze man den guten Willen bei sich dazu voraus, welcher es ermöglichen kann, ein wahres Werk herzurichten, auf dass ein solches dem eigentlichen Wunsche von uns gemäß gelingen wird. Ich möchte hierbei nicht die notwendige Vorgabe für den Lauf der Dinge verkennen, aber ich möchte doch allein nur das anerkennen, was auch wirklich im Sinne der Menschen gut sein wird.

Der Mensch lasse sich in diesem Dasein weder über Gebühr hängen noch treiben. Man gehe seinen Weg freimütig weiter. Man entscheide sich rechtzeitig dafür, diesen ganz gehen zu wollen. So erhält alles seinen Antrieb durch uns und wird wahr sein. Da wird es auch gewisslich eintreten. So gehe man das an. Dabei bräuchte man sich nicht zu beeilen. Diese Sache kommt zuvorderst bei uns und soll durch unsere Absicht bestimmt werden. Diese lege das Wesen unserer Dinge einmal getreu des Gewordenen fest.

Alles hat seine Zeit. Man lenke seine Dinge richtig. Eine dabei aufgekommene Wahrnehmung hat auch ihre intensive Komponente. Dieser richte man sich nach. Ja, man sollte diese nicht verändern oder gar etwas auf eine überzogene Weise zu bewirken versuchen, was nicht möglich sein würde. Man sollte da besser nicht allzu willfährig im Umgang mit den Gegebenheiten sein. Ein Erfolg, welcher einfach so eintritt, wird gewiss auch einer sein. Und doch bleibt es bei einem solchen fraglich, ob er aufrechterhalten oder gar wiederholt werden kann. Da nehme man es besser an, was da ist und sich auswirkt. Man orientiere sich also am zeitlich Vorhandenen und erlerne es sich damit auszukennen, wie es erscheint.

Man richte es sich in diesem Dasein so ein, dass die eigenen Dinge Bestand behalten werden. Das eigene Tun, Haben und Sein soll genauso für die Zukunft eines Menschen eine gewisse Bedeutung aufweisen, wie es das auch bezogen auf seine Vergangenheit tun wird.

Alle zufälligen Geschehnisse werden doch allein nur Auswirkungen einer Situation sein, welche wir nicht beherrscht haben. Diese vergeht einfach. Dann verliert sich so etwas wieder. Was wird uns da noch davon möglich sein? - Da kann man im Nachhinein die eigentliche Ursache der Geschehnisse weder selbst erkennen noch sie richtig verstehen. Das wird so wahr sein, wenn man nicht genügend Acht darauf geben würde, wie sie zu begreifen ist. Man erlerne es da besser, sich eine dazu zugehörige Sache passend einzurichten. Der geeignete Ansatz dafür soll der aktuelle Moment mit seinem kurzfristigen Rückblick auf das bereits Gegebene sein.

Es wäre zu benennen und mit dem eigenen Wort dann auch festzumachen, was unsere Dinge bewirkt. Das werde einmal durch uns aufgezeigt und hernach auch von uns selbst geklärt. Da wird es Substanz besitzen. Etwas davon wird man festzulegen haben. So entsteht bei uns eine Kenntnis dazu. Über diese kann man sich mit anderen Menschen gut austauschen, was etwas Weiteres bei uns freisetzen soll. So erhalten wir Rückmeldungen darauf und können das uns Bekannte in Bezug dazu setzen. Woran wir selbst einen eigentlichen Bedarf haben, das sollen wir auch gemeinsam mit anderen Menschen zu verwirklichen suchen. Dagegen wäre es schade, als Solitär zu enden und keinen zu finden, welcher bereit zu einem Austausch mit uns ist.