Nebenäste

Kapitel

Nebenäste

Unter Nebenästen verstehe ich jene Angelegenheiten, welche den hauptsächlichen Gang der Dinge als Schwarm an dazu passenden Gegebenheiten begleiten. Solche dienen zum Ausgleich etwaiger Unzulänglichkeiten der Hauptsache. Sie erfüllen Nebenzwecke, unterstützen aber auch den eigentlichen Hauptzweck einer Sache mit Gewissheit.

Eine Ausführbarkeit der eigenen Gedanken führt den Menschen zu Ideen, welche er mit seinen Mitmenschen teilt. So kann er sich mit ihnen austauschen. Da erhält er etwas dafür zurück, was auch ihn bereichert.

Straße einer Stadt, Ölmalerei

Geschichte

Durchwachsen

Mein eigener kleiner Kosmos besteht vornehmlich aus solchen Dingen, wie ich sie innerhalb meines Daseins kennengelernt und dabei zumeist auch gemäß ihrer Wertigkeit für gut oder schlecht befunden habe. Solche Dinge und meine Kenntnisse dazu bewahre ich mir, weil mir beides etwas bedeutet.

Doch vor allen anderen Dingen kenne ich solche Dinge besonders genau, welche ich eigne. Das sind solche Sachen, wie ich sie ausgestalte oder besammle. Mir ist es sehr wichtig, auf diese Weise tätig zu sein. Dabei komme ich in Kontakt mit den Werken anderer Leute. Das erfüllt mich mit einer regen Freude im Alltag. Es erweitert mein Leben um solche Inhalte, welche mir gehaltvoll genug dazu erscheinen, die aber auch für mich erreichbar sind.

Ein gewisser Anteil an den Dingen ist es, welchen ich verspüren und bei mir bedenken kann. Dadurch wird mein Empfinden mit sinnigen Eindrücken ausgestattet und macht mich so lebendig, wie ich das gerade sein kann.

Einsicht

Lebenswege

Der Lebensweg eines Menschen soll ein durch ihn bestimmter Weg sein. Die Dinge eines Menschen geschehen, weil er sie annimmt und für sich erwählt. Es hat zudem auch bereits manch ein Glück in das Leben der Menschen Einzug gehalten. Manches ist jenen in den Schoss gefallen, anderes haben sie sich hart erarbeiten müssen. Das, was ein Mensch für sich erreichen möchte, das muss er zu behaupten wissen. Zudem hat er es notwendiger Weise selbst zu bewirken, um die damit verbundenen Früchte zu erhalten. Es hat jeder mit Sicherheit auf eine solche Weise schon so manches für sich eingerichtet und weiß es zu leben. Das soll so gegeben sein. Auf der Basis lässt sich nun das Weitere errichten. Sichten wir dazu das Vorhandene doch einfach. Dabei sollen wir uns einige Gedanken machen. Ein innerliches Bild soll da bei uns davon entstehen, was wir für uns erwählt haben.

Es wird so wahr sein, dass es eine gewisse Ordnungskraft im Kosmos gibt, welche auch Bestand hat. Wodurch eine solche für den Menschen in dessen Dasein freigesetzt wird, das soll man bei sich bedenken. Es wird zuweilen gut von uns zu erkennen sein, was sie ausmacht. Es soll jedoch jedem überlassen bleiben, wann er das tut und wie er das bewerkstelligt. Die eigene Ansicht dazu soll aus unserer Einstellung resultieren. An ihr sollte man nichts verstellen oder verdrehen. Auch andere sollten das nicht über unseren Kopf hinweg gegen unseren Willen mit uns tun dürfen.

Der Mensch wird zwar bedingt durch das, was er für sich einrichtet und wie er zu seinem Dasein eingestellt ist, aber das soll ihm in dessen Leben überhaupt erst eine eigentliche Chance zu einer Gestaltung davon eröffnen, was ihn ausmacht. Gemäß dieses Sachverhalts werden sich die Dinge eines Menschen von ihm fügen lassen. Ich halte dies für möglich, dass ein Mensch so etwas für sich bewirkt. So gehe ich mein Leben an und führe meine Arbeitsschritte aus. Ich glaube an eine natürliche Macht des Menschen, welche ihm eingeschrieben ist. Sie hat er zu eigen, darauf kann er aufbauen. Diese soll es sein, welche für das Leben eines Menschen etwas ausmacht. Das soll eine Ordnung sein, welche anzuerkennen ist. So werden wir das Dasein von uns fortwährend mitbestimmen. Das soll unser Glück begünstigen, zumal wenn wir uns danach ausrichten werden, was wirklich gegeben ist und da bei uns vorkommt.

Alles und nichts kann so verstanden und eingerichtet werden, ganz wie man dessen bedarf. Es sollen diese beiden Zustände Grenzwerte des Möglichen sein und auch so von uns aufgefasst werden. Als solche spannen sie ein Intervall an Gelegenheiten auf, welches die wahren Begebenheiten des Daseins ausmachen soll. Da bilden wir eine eigene Kenntnis davon bei uns aus, wenn wir das endlich begreifen werden. Danach sollen wir es angehen, dazu verkehrt angenommene Dinge zu berichtigen und etwas vom Falschen bei uns zu bereinigen. An die Option zu einem gutartigen Aufbau des Kosmos eines Menschen denke ich zuweilen gerne. Da bin ich ganz bei der Sache. Ich glaube, dass so etwas möglich ist. Da stelle ich es mir dann eingehend vor, wie das gehen kann und führe meine diesbezüglichen Versuche praktisch durch. So erhalte ich manche Einsicht in das Wesen der Dinge und kann die Zusammenhänge davon, aber auch die Unabhängigkeiten dazwischen erkennen, was ihr Werden bedingt. Da weiß ich dann wieder gut, was da bei mir los ist und auch, was mir etwas davon bedeutet. Einen Ausgangspunkt nehme ich mir dabei zur Referenz und suche nach Möglichkeiten zur Bemessung des Gegebenen. Eine Wertigkeit der aufgefundenen Größenordnungen kann ich nach deren Bekanntwerden dann endlich auch für mich bestimmen und erhalte so klare Aussagen dazu, was das für mich ausmacht.

Sind die Dinge eines Menschen zu jeder Zeit auch so geartet, dass sie primär einer Mode der Gegenwart unterworfen sind, so behält doch alles Gute, Wahre und Richtige im Grunde seinen Wert fortwährend bei und besteht als das, was es ist, fort. An den Moden würde darum nicht wirklich etwas auszusetzen sein, da sie allein nur zusätzlich dazu zu verstehen sind, was uns gegeben ist. Die Mode bestimmt die Vorliebe des Menschen mit, sie verkörpert seine Art sich etwas auszusuchen. Da treten vielfach kleinere Irrungen und Wirrungen der Menschheit auf und kommen auch bei uns zum Vorschein. Das, wodurch die Moden bedingt werden, macht ein eigentliches Glück des Menschen aus. Wir möchten uns an diesen erfreuen und daran teilhaben. Ob jene Moden zur Selbstfindung oder gar zur Selbstbehauptung des Menschen etwas Geeignetes beitragen werden, kann jedoch kaum einfach so im Voraus festgestellt werden. Es soll aber trotzdem gelingen, dass der Mensch auf seinem Lebensweg mit seiner eigenen Sache klarkommt und zu bestehen weiß. Immerhin beschäftigen die Moden uns Menschen eingehend, sodass wir es getrost sagen können, dass die Dinge uns gut zu Gesicht stehen, welche wir dank ihrer erhalten.

Es beinhaltet eine Veränderlichkeit der Dinge als echte Möglichkeit des Gegebenen, dass es die Moden gibt, ohne dass deswegen die wirklichen Werte eines Menschen verschüttet werden müssen oder gar verlorengehen. So verstehe ich sie und gestehe es den Menschen zu, was ihnen Gefallen bereitet. Da kann ich eine aktuelle Mode leichthin anerkennen und mich daran beteiligen, was mir Freude bereitet. So finde ich zu einem Geschmack und mancher Form, auch wenn die Dinge nicht allüberall in derselben Weise gegeben sind. Alle Moden sind lokale Ausprägungen. Auch was deren Auffassung betrifft, wird das so wahr sein. Das Bezugssystem eines Menschen soll derweil ihm zur Grundlage seines Bedenkens gereichen und darum wird es zu verwirklichen sein. Jeder bleibe seiner eigentlichen Einstellung im Laufe seines Lebens gerne treu und vollführe sein Dasein lustvoll und tugendhaft.

Da kommt etwas vor und macht einen Bestand des Gegebenen aus. Zuweilen haben wir uns danach ausgerichtet und manche Anpassung von uns an das Geschehen der Welt vorgenommen. Das soll zu einem gutartigen Umgang mit dem Gegebenen führen und uns so beständig machen, wie wir es sind.

Phänomenales

Spontanität

Die Dinge des eigenen Lebens werden fest gefügt sein, wenn der Mensch das zulässt. Doch das würde wahrscheinlich nicht immer so gegeben sein. Manches entsteht zudem außer der Reihe bei uns. Damit richtig umzugehen würde uns nicht immer leichtfallen.

Aber es soll doch von uns berücksichtigt werden, was da vorkommt. Etwas davon haben wir mit Sicherheit bewirkt. Manches ist uns da vielleicht derzeit noch nicht so gut gelungen, wie man es eigentlich von sich erwartet hat. Da geht man dann zuweilen leer aus und hat doch in der Welt zu bestehen, weil man in ihr sein Dasein fristet. Das würde diese Sache nicht einfacher machen. So sehr ein Mensch auch nach einer beständigen Form für sich schon gestrebt hat, es wird das Dasein zu einem gewissen Anteil doch wirklich unwägbar für ihn bleiben. Das anzuerkennen soll manche Not tun.

Wie soll es da zurecht möglich sein, immer noch etwas Weiteres von ihm zu fordern? - Noch die am genauesten gestellte Aufgabe bedarf einer gewissen Unschärfe, um sie einmal richtig auszuführen. Man soll auch einmal wieder die Fünfe gerade sein lassen. Eine Vehemenz der Menschen in Bezug auf ihre Forderungen an andere und sich allein könnte am Schicksal des Menschen nichts verbessern. Was die eigentliche Sache des Lebens angeht, so hat man moderat im Umgang damit zu sein. Allein nur so geschehen gewisse Werke auf eine brauchbare Weise. Anders als so wird sich kein Weg aufzeigen.

Der Mensch würde es nicht immer schon im Voraus wissen, worauf genau es bei Werke ankommt. Jedoch soll er seine Fehler ausmerzen, wo sie zu vermeiden sind. Eine solche Sorgfalt wird von ihm gewiss erwartet und er hat diese auch zu erfüllen.

Gedanke

Intelligenzien

Noch die umfassendste Anzahl an Gelehrten könnte das Unwägbare am Kosmos eigentlich nicht wägbarer machen, als es ist.

Jene Summe der Dinge des Gesamten soll stets etwas Ganzes sein. Das soll sie abbilden. Allein nur auf eine solche Weise kann etwas gut gelingen. Ausschnitte und Abschnitte davon werden es eigentlich allein nur sehr mäßig wiedergeben, was da gerade zur gegebenen Situation miteinander in Beziehung steht und was davon unberührt geblieben ist.