Lebensbaum

Beschreibendes

Der lichte Drang des Lebens

Alles, was wächst und gedeiht, erobert sich einen Platz zum Leben. Zuerst erlangt man einen Fortschritt durch ein Höhenwachstum, dann geht man in die Breite und wird stark. Schließlich aber erkennt man auch eine Tiefe für sich und geht in die Verdichtung. Da setzt eine Erhaltung der Begebenheiten ein Glück des Lebens frei.

Da werden die Menschen zuweilen von ihren Mitmenschen missbraucht, weil sie etwas haben, was gut ist. Manche werden da vom Pferde geritten und haben sich nicht im Griff behalten. Da sind sie anderem hörig, haben keinen Bezug mehr zu sich selbst. Das erfreut das Herz, wenn sich der Mensch hingibt. Das tut es unentwegt. Manche sprechen bei solch einem Opfer von einer großartigen Leistung, weil sie davon profitieren. Damit schmieren sie uns einen faulen Honig ums Maul. Der Umstand, dass dieser trotzdem noch süß gewesen ist, hat ihn nicht gesünder oder gar verträglicher für uns gemacht.

Dokumentation

Ausbildung und Weg

Die eigenen Worte eines Menschen sind zuweilen wie Lego-Steine gewesen und haben ersetzt werden können. Nach diesem Schema habe ich meine Texte überarbeitet. Dabei habe ich mehr und mehr zu einer Gewissheit gefunden, wie ich etwas sagen möchte. So habe ich mein Schriftgut hernach umgeschrieben, dass es dazu gut gepasst hat, was mich bedingt. Das Lesen solcher verbesserten Texte hat mich wiederum gefördert. Es hat meinem Wesen eine Struktur verliehen. Da ist meine Muttersprache von mir bald des Öfteren in gefestigter Weise angewendet worden. Was ich gesagt oder aufgeschrieben habe, das hat etwas davon an sich getragen, was zuvor von mir erarbeitet worden ist. Mittels der Sprachgestaltung habe ich also zu einer verbesserten Eigenschaft meiner spontanen Entfaltungsfähigkeit gefunden.

Das hat mir manchen Grund zur Dankbarkeit geboten. Es freut mich, dass zu früheren Zeiten meines Lebens Menschen dagewesen sind, welche mich daran herangeführt haben, was ich heutzutage zu vollbringen weiß. Ihrer Sorgfalt ist es im Grunde zu verdanken, dass ich diesen Weg einschlagen habe können.

Baum, Buntstifte auf Papier

Gedanke

Bewertung des innerlichen Gedankens

Würde auch nicht alles Eigene auf so schöne Weise gesund wie eine Aloe Vera sein, so ist doch manches vom Menschen Gemachte dennoch etwas dazu geeignet, um für sich damit in friedfertiger Weise einzutreten.

Metallplatte aus Kupfer, geritzte Zeichnung, hergestellt nach einer schriftlichen Anleitung von Heinrich Zimmer - das Shriyantra

Geschichte

Intention des Wikis 'Lebensbaum'

Einen Lebensbaum habe ich mir, mit einem Menschen in geistlicher Hinsicht verbunden, einmal vorgestellt. Das Gedeihen oder Vergehen eines solchen Lebensbaumes soll dabei ein Synonym für den Erfolg eines Menschen in dessen Dasein sein.

Hier im Wiki 'Lebensbaum' habe ich, Mathias Schneider aus Offenburg, *1975 nicht von dem einen Lebensbaum aller Menschen gesprochen. Ein solcher, wie er etwa in der Schule der Kabbalisten vorgekommen ist, ist damit nicht gemeint gewesen. Vielmehr möchte ich von einem speziellen, eigentlich doch allein nur mit mir hinreichend verbundenen Baum sprechen und schreiben. Das wäre einer, welcher mir Bezugspunkt und Halt im Leben ist und der es auch mitunter ganz gut kann, in einer solchen Weise auf mich einzuwirken. Da spreche ich also von individuellen Erfahrungen, wenn ich dessen Wesen thematisiere.

Durch das Erleben einer Wandlung des eigenen Gemüts an einem bestimmten Ort bin ich als Mensch versucht, eine besondere Beziehung zu einem solchen aufzubauen. Dort befindet sich auch mein Lebensbaum. Ihn suche ich in Gedanken ab und zu noch immer auf.

Dabei stelle ich mir etwas vor. Es wäre der Baum, welcher jenen Ort in Besitz genommen hat und somit mich bedingt, während ich dort verweile. Dieser Baum, der über eine Wertigkeit meines Empfindens in einer gewissen Weise mitbestimmt, bedeutet mir viel.

Dank ihm ist etwas an der Umgebung ausgebildet worden, was durchweg von einer gutartigen Natur für mich sein wird. Er ist derweil die wahre Wesenheit am Platze geblieben, ohne diesen über Gebühr dominiert zu haben.

Solch ein Baum wird, wie ein jeder andere Baum das auch ist, fest durch sein Wurzelwerk am Grund verankert sein. Er bezieht all seine Nahrung aus den Gütern, welche lokal am Platze vorkommen. Am Boden, am Himmel wie auch an ihm selbst erscheinen diese Quellen und stehen zu seiner Ernährung bereit. Es kommt dabei eine machtvolle Beherrschung der Umgebung durch ihn auf eine gewisse Weise zustande, wie das für Bäume üblich ist. Dabei steht er gänzlich für sich allein da.

Es wird auf einer gewissen Ebene des Befindens, welche hier gar nicht näher beschrieben zu sein bräuchte, nahezu kaum eine wechselseitige Einflussnahme zwischen der Umgebung und dem Baum stattfinden. Er wird auch so gut klarkommen. Das halte ich für gegeben bei ihm.

Komme ich zu meinem Baum hin und finde mich bei ihm ein, so habe ich dabei zuweilen eine der Natur innewohnende Poesie erfahren. Das ist etwas sehr Lebhaftes bei mir, was sich mir dabei vorstellt. Dann möchte ich zuweilen eine eigene Verbindung zu dieser Pflanze aufbauen. Ich fühle mich wohl dabei, während ich das tue. Das kann so geschehen, während ich einfach eine Zeit lang bei meinem Baum verweile. Dazu habe ich mir das eine oder andere bedacht. Niemand wird zu sagen wissen, ob die Bäume die Menschen brauchen. Aber wir Menschen brauchen mit Sicherheit die Bäume. In deren Schatten können wir ruhen. In ihren Ästen möchten wir klettern. Von ihren Früchten wollen wir kosten und dank ihrer eigentümlichen Schönheit werden wir immer wieder einmal aufs Neue durch sie zu etwas inspiriert sein. Zudem erinnert mich solch ein Baum mitunter als Wesen auch einfach an mich selbst. Das ist mir so klar, weil ich solch eine starke Verbindung zur Natur einer Pflanze habe.

Da bedenke ich nun auch das Folgende. Eine von einem Menschen erwählte Stätte wäre gewiss ein einzigartiger Ort für diesen, wo er sich einfindet. Das soll ruhig hier jetzt einmal so anerkannt und benannt werden, wie ich das geschrieben habe. Für mich wäre das wahr.

Das Geheimnis eines solchen Platzes kann mit der Zeit auch zum Geheimnis eines Menschen werden. Das wird so geschehen, wenn er daran teilhat, was dort geschieht. Währenddem der Mensch da etwas Wesentliches zu seiner eigenen Person begreift, kann man aus einer solchen Situation folgern, dass es auch der Ort ist, welcher ihm so etwas möglich gemacht hat. In Dankbarkeit wird man dann vielleicht einen Moment lang dabei verharren und so wahrscheinlich das anzunehmen wissen, was man davon wahrgenommen hat.

Ein Mensch soll sich im Dasein angenommen fühlen und in seinem Leben klarkommen. Unterdessen wird er auch ein Stück weit vom Dasein der bestehenden Dinge in seiner Umwelt durchdrungen sein. So geschieht etwas, was ihm mittels einer eigenen Empfindung erfahrbar sein wird. Es möchte sich ihm derweil etwas davon einschreiben, was er gut begreifen kann. Da erfährt er manche Verinnerlichung.

Jene wichtigen Momente des Daseins haben sich mitunter bei uns Menschen im Leben schon etwas transformiert und werden darum von uns zeitweilig verkannt. Da gehen wir falsch mit ihnen um. Das kann sich heftig auf unser Lebensglück auswirken. Wenn wir aber erst einmal den richtigen Weg für uns gefunden haben, welchen wir auch wirklich als Mensch gerne begehen möchten, ändert sich das voraussichtlich bald wieder. Mir ist es zuweilen schon so in meinem Leben geschehen, dass ich umgekehrt bin und mich auf mein Gutes besonnen habe. Da habe ich es mir dann auch gerne bedacht, was es mir bedeutet.

Der Natur ein Fürsprecher zu sein, das wäre für mich etwas Schönes. Das soll für einen jeden Menschen etwas bewirken. Das wäre so gut, wenngleich es manchmal gewisslich auch nötig sein wird, das einzusehen, dass wir dabei genauso noch immer Kinder einer Zivilisation geblieben sind.

Da bedarf der Mensch für sich eines Grundes sowie eines Himmels, einer Ordnung wie auch eines inneren Zusammenhaltes. Auch ein gewisser Glanz und eine gegebene dunkle Geborgenheit sollen uns zuteilwerden. Solcher Dinge bedürfen wir, um einmal gänzlich zu uns selbst zu finden. Mensch zu sein, das wird da doch wirklich etwas Gutes sein.

Bild

Eine Struktur im Raum

Dieses Bild habe ich im Jahr 1996 zur Übung der Wahrnehmung einer Nuancierung von Farben hergestellt.

Einzelne Elemente sollen sich vor den eigenen Augen zu Flächen verbinden, welche sich wechselseitig kontrastieren.

Das soll dem Betrachter jenen Blick für manche der Empfindungen eröffnen, welche einem Farbwert der Fläche, einer Geometrie der Form und einem Kontrast der Elementare entsprechen.

Stillleben mit Brot, Aquarell

Gedanke

Ein Fließen besteht

Was auch immer da sein wird, es resultiert aus einer Wandlung, dass es vorgekommen ist. Das soll der Ansatz dafür sein, dank welchem wir das Gegebene auffassen können. Wer eine Ordnung der Dinge erkannt hat, der kann etwas rechtmachen.

Dokumentation

Das Bewusstsein als Spiegel

Ich brauche allein nur bei mir zu sein, um jene Reflexionen zu erfahren, welche mich auch zuvor schon an meine Aufgaben im Leben erinnert haben. Die jüngste davon nehme ich gegenwärtig an und erfülle sie weitgehend. Dabei werde ich schlau aus dem Geschehen meines Daseins. Ich kann es anerkennen und verifizieren. Dabei suche ich es mir aus, was ich davon mit Worten wiedergeben möchte. Ich habe auch andere Optionen zum Handeln.

Einer Verfremdung meines Wesens möchte ich nicht gedient haben. Darum habe ich jene Leere des Geistes anerkannt, die mich zeitweise schon bedingt hat. Ich habe es eingesehen, dass sie zurecht bei mir aufgetreten ist, weil ich schon alles gesagt habe, was gesagt werden muss. Derweil geht das Leben weiter und es kommen erneut solche Begebenheiten auf, die es wert sind, dass man davon spricht.

Allein nur einen Anteil der Worte spreche ich in der Regel aus. Allein nur einen Bruchteil meiner Gedanken und Ideen spreche ich in der Regel an. Da behalte ich regelmäßig etwas für mich selbst zurück und finde das gut. Derweil spielt mein Geist Tetris damit, was ich gedacht habe, und bringt so Ordnung ins Geschehen bei mir.

Ich habe meine Leistungsfähigkeit keineswegs an einer Anstrengung bemessen. Auch habe ich nicht an der maximalen Anstrengung die Grenze meiner Leistungsfähigkeit festgemacht. Vielmehr gehe ich von einer ordentlichen Leistungsfähigkeit von mir aus. Ihren Maximalwert strebe ich keineswegs an. Im Grunde genügt es mir, etwas mehr als die Hälfte meiner Lebenszeit mit sinnvollen Beschäftigungen auszufüllen, um meine Fertigkeiten sicherzustellen. Zu den anderen Momenten habe ich nicht mehr getan, als bei mir jene Ordnung aufrechtzuerhalten, welche mein Dasein bisher ausgemacht hat.

Ich gebe es zu, dass ich zuweilen nachdenke. Meinen Gedanken messe ich jedoch einen eigenen Wert bei. Ich habe sie in der Regel nicht umgestellt. Da kann ich bewahren, was mir eingegeben ist. Daran bin ich gewöhnt, dass ich sie belassen kann, wie sie vorgekommen sind.

Dokumentation

Ein Arbeitsstil

Als Werker möchte ich etwas davon haben, was ich tue. Ich habe meine Kraft keineswegs bis zur Verausgabung abgeschöpft. Vielmehr möchte ich mir erhalten, was ich habe. Somit gehe ich davon aus, dass ich auch morgen noch arbeiten können werde. Was ich mir aufgebaut habe, das soll von seiner Sinnhaftigkeit zeugen. Eine solche Ausrichtung habe ich mir zugeteilt und eingerichtet, wie sie dem entsprochen hat. Sie erhalte ich mir ebenfalls. Damit komme ich zu Streich.

Dokumentation

Eine normale Vorstellung

Ohne großes Getöse sollen wir Menschen auskommen und zuweilen auch einfach leise sein. Dann ist man gut damit beraten, die Klappe zu halten. So kann sich etwas bei uns erfüllen. Dazu bräuchten wir nichts anderes beizutragen, als still zu sein. Sind wir das erst einmal nicht mehr gewesen, dann verändert sich alles bei uns. Dann geschehen Dinge, die sich nicht gehört haben. Auch Schweigen muss man also können.

Wir sollten das Gegebene nicht zerreden und es auch erkennen können, wann wir benommen von den eigenen Worten gewesen sind. Es würde nicht leicht sein, das wieder bei sich abzustellen, wenn es erst einmal wahrgeworden ist, dass wir verquer sind oder anderen Menschen so erscheinen.

Aus diesem Grund beschauen wir das Eigene. Es ist gegeben. Eine Auswirkung davon tritt gewisslich auf. Da kommt sie vor, wie auch wir erschienen sind. Haben wir erst einmal zur wahren Ordnung gefunden, dann soll uns das auch erfreuen.