Lebensbaum

Impuls

Achtsamkeit

Erst dann, wenn ein Mensch sich richtig auszudrücken weiß, wird er auch seine eigenen Belange erfassen können. Dann kann er es wahrscheinlich erkennen, was mit ihm wirklich geschieht und welcher Dinge und Menschen er für sich in diesem Dasein eigentlich bedarf.

Baum, Buntstifte auf Papier

Gedanke

Bewertung

Würde auch nicht alles Eigene auf so schöne Weise gesund wie eine Aloe Vera sein, so ist doch manches vom Menschen Gemachte dennoch etwas dazu geeignet, um für sich selbst damit in friedfertiger Weise einzutreten.

Metallplatte aus Kupfer, geritzte Zeichnung, hergestellt nach einer schriftlichen Anleitung von Heinrich Zimmer - das Shriyantra

Geschichte

Intention zu diesem Werk

Einen Lebensbaum habe ich mir, als mit einem Menschen in geistlicher Hinsicht verbunden, einmal vorgestellt. Das Gedeihen oder Vergehen eines solchen Lebensbaumes soll dabei ein Synonym für den Erfolg eines Menschen in dessen Dasein sein.

Hier im Wiki 'Lebensbaum' habe ich, Mathias Schneider aus Offenburg, *1975 nicht von dem einen Lebensbaum aller Menschen gesprochen. Ein solcher, wie er etwa in der Kabbala vorkommen hat können, ist damit gerade nicht von mir gemeint worden. Vielmehr möchte ich von einem speziellen, eigentlich doch allein nur mit mir selbst hinreichend verbundenen Baum sprechen und schreiben. Das wäre einer, welcher mir Bezugspunkt und Halt im Leben ist und der es auch mitunter ganz gut kann, in dieser Weise auf mich einzuwirken.

Durch das Erleben einer Wandlung des eigenen Gemüts an einem bestimmten Ort bin ich als Mensch versucht, eine besondere Beziehung zu einem solchen aufzubauen. Dort befindet sich auch mein Lebensbaum. Diesen suche ich in Gedanken ab und zu noch immer auf.

Dabei stelle ich mir etwas vor. Es wäre der Baum, welcher jenen Ort in Besitz genommen hat, und somit mich bedingt, während ich dort verweile. Dieser Baum, der über eine Wertigkeit meines Empfindens in einer gewissen Weise mitbestimmt, bedeutet mir viel.

Dank ihm ist etwas an der Umgebung ausgebildet worden, was durchweg von einer gutartigen Natur für mich sein wird. Er ist derweil die wahre Wesenheit am Platze geblieben, ohne diesen über Gebühr dominiert zu haben.

Solch ein Baum wird, wie ein jeder andere Baum das auch ist, fest durch sein Wurzelwerk am Grund verankert sein. Er bezieht all seine Nahrung aus den Gütern, welche lokal am Platze vorkommen. Am Boden, am Himmel wie auch an ihm selbst erscheinen diese Quellen und stehen zu seiner Ernährung bereit. Es kommt dabei eine machtvolle Beherrschung der Umgebung durch ihn auf eine gewisse Weise zustande, wie das für Bäume üblich ist. Dabei steht er ganz für sich allein da.

Es wird auf einer gewissen Ebene des Befindens, welche hier gar nicht näher beschrieben zu werden bräuchte, nahezu kaum eine wechselseitige Einflussnahme zwischen der Umgebung und dem Baum stattfinden. Dieser wird auch so gut klar kommen können. Das halte ich wirklich für gegeben bei ihm.

Komme ich zu meinem Baum hin und finde mich bei ihm ein, so habe ich dabei zuweilen eine der Natur innewohnende Poesie erfahren können. Das ist etwas sehr Lebhaftes bei mir. Dann möchte ich zuweilen eine eigene Verbindung zu dieser Pflanze aufbauen. Ich fühle mich wohl dabei, während ich das tue. Das kann so geschehen, während ich einfach eine Zeit lang bei meinem Baum anwesend bleibe. Dazu habe ich das eine oder andere bedacht. Niemand wird wirklich sagen können, ob die Bäume die Menschen brauchen. Aber wir Menschen brauchen mit Sicherheit die Bäume. In deren Schatten können wir ruhen. In ihren Ästen können wir klettern. Von ihren Früchten können wir kosten und dank ihrer eigentümlichen Schönheit werden wir immer wieder einmal aufs Neue durch sie zu etwas inspiriert sein. Zudem erinnert mich solch ein Baum mitunter als Wesen auch einfach an mich selbst. Das ist mir so klar, weil ich solch eine starke Verbindung zu dieser Natur einer Pflanze habe.

Und ich bedenke auch das Folgende. Eine, von einem Menschen erwählte Stätte wäre gewiss ein einzigartiger Ort für diesen. Das soll ruhig hier jetzt einmal so anerkannt und benannt werden, wie ich das schreibe. Für mich ist das so wahr.

Das Geheimnis eines solchen Platzes kann mit der Zeit auch zum Geheimnis eines Menschen werden. Das wird so geschehen können, wenn dieser daran teilhat, was sich dort befindet. Während der Mensch da etwas Wesentliches zu seiner eigenen Person begreift, kann man aus der Situation folgern, dass es auch der Ort ist, welcher diesem so etwas möglich macht. In Dankbarkeit wird man dann einen Moment lang dabei verharren können und wahrscheinlich das anzunehmen wissen, was man da wahrgenommen hat.

Der Mensch soll sich in diesem Dasein angenommen fühlen und in diesem Leben ankommen können. Unterdessen wird er auch ein Stück weit vom Dasein der bestehenden Dinge in seiner Umwelt durchdrungen. So geschieht etwas, das ihm mittels einer eigenen Empfindung erfahrbar sein wird. Es möchte sich ihm derweil etwas einschreiben, das er selbst gut begreifen kann. Davon wird er dann selbst eventuell etwas haben können, wenn ihm das so widerfährt.

Jene eigentlich wichtigen Dinge dieses Daseins haben sich mitunter bei uns Menschen im Leben schon etwas transformiert und werden darum von uns zeitweilig verkannt. Das kann sich heftigst auf unser Lebensglück auswirken. Wenn wir aber erst einmal den richtigen Weg für uns selbst wiedergefunden haben, welchen wir auch wirklich als Mensch gerne begehen möchten, ändert sich das vielleicht wieder bei uns. Mir ist das zuweilen schon so in meinem Leben geschehen, dass ich umgekehrt bin und mich besonnen habe. Da habe ich es mir dann auch gerne bedacht, was mir etwas bedeutet.

Der Natur ein Fürsprecher zu sein, das ist für mich selbst etwas Schönes. Das soll für einen jeden Menschen überhaupt etwas bewirken können. Das wäre so gut, wenngleich es manchmal gewiss auch nötig sein wird, es einzusehen, dass wir dabei genauso gut noch immer Kinder einer Zivilisation geblieben sind.

Da bedarf der Mensch für sich eines Grundes sowie eines Himmels, einer Ordnung wie auch eines inneren Zusammenhaltes. Auch ein gewisser Glanz und eine gegebene dunkle Geborgenheit sollen uns zu eigen sein. Dieser Dinge bedürfen wir, um einmal gänzlich zu uns selbst zu finden. Mensch zu sein, das wird so doch wirklich etwas Gutes sein können.

Bild

Struktur

Dieses Bild habe ich im Jahr 1996 zur Übung der Wahrnehmung einer Nuancierung von Farben hergestellt.

Einzelne Elemente sollen sich vor den eigenen Augen zu Flächen verbinden können, welche sich wechselseitig kontrastieren.

Das soll dem Betrachter jenen Blick für manche der Empfindungen eröffnen können, welche einem Farbwert der Fläche, einer Geometrie der Form und einem Kontrast der Elementare dabei entsprechen.

Sprachgestaltung

Über das Lesen

Das Lesen dient mir selbst zu einer Erfahrung der Stille. Das wird sodann auch eine eigene Erfahrung von mir sein, welche ich dabei mache. Durch diese werden mir all jene Dinge offenbar, zu welchen ich dabei gerade selbst einen Zugang finden kann.

Ich gewähre mir manchmal etwas an Zeit dafür, um zu mir zu kommen. Da ist mir nach und nach das Vorgegebene meines Daseins dann etwas besser vertraut geworden. Dabei ist für mich selbst die Erfahrung einer stillen Situation oftmals zugleich auch mit der Erfahrung einer Schau meiner eigentlichen Gedanken und Ideen verbunden. Diese möchte ich im Weiteren bedenken und das damit Einhergehende einmal selbst bei mir verspüren können.

Da denke ich also während der Stille beim Lesen über mich selbst zuweilen etwas nach. Ich habe dabei schon so manches für wahr erkannt, was es auch ist. Ich verstehe die Dinge eigentlich ganz gut, wenn ich diese richtiggehend auffassen kann.

Was macht mich in diesem Leben aus? - Wegen einer gewissen Zurückhaltung meines Wesens bin ich fast durchweg langsam und vorsichtig geblieben. Ich gestalte meine Dinge aber dennoch auf eine für mich selbst nutzbringende Weise aus. Um eine Beziehung zu den Menschen meines direkten Umfelds aufrecht zu erhalten, nehme ich diese Möglichkeit der Gegenwart wahr und zeige meine Werke auf. Zusätzlich reflektiere ich über deren Erscheinen und stelle so mein Wesen dar. Dabei kommen mir dann manchmal weitere Gedanken und Ideen zu meinem Leben ein.

Wer solche gut gefassten Momente bei sich selbst nicht fortwährend umgehen würde, wird diesen Zustand erreichen und wahrscheinlich auch einhalten können. Manches Gute seines Daseins und Lebens wird sich dabei für ihn zu festigen wissen. Mancher Stern wird bei ihm aufgehen, wenn er es erst einmal mit anderen teilt, was ihm zu eigen ist. Das kann durchaus etwas sehr Persönliches sein, was man dabei preisgibt. Mitunter wird es von einem besonderem Wert sein, das zu tun.

Die Ruhe würde uns selbst nicht übertönen, sondern diese wird uns vielmehr etwas an Raum für das Eigentliche gewähren. Erkennen wir das doch einfach an. Das wird etwas sein, was uns Menschen ausmachen soll. Sie kann uns dabei etwas an Zuspruch finden und klar kommen lassen. Diesen benötigen wir dringend zur Gewinnung eigener Einsichten in dieses Dasein. Das wird etwas sein, dessen wir mit Sicherheit bedürfen.

Man erscheine also und drücke unterdessen etwas zu seinem Dasein aus. Dabei werden wir uns wahrscheinlich in eine Position hineinversetzen, dank welcher wir etwas über uns selbst in Erfahrung bringen können, was nicht verkehrt oder unwahr sein würde. Da wird dann auch ein damit verbundenes Glück erreichbar sein. Ein solcher wesentlicher Moment kann sich dazu eignen, um für sich selbst einmal gänzlich da zu sein. Dann gelingt es uns wahrscheinlich bald, uns zu fassen. Das wird uns aller Voraussicht nach gut tun können. Es soll uns dabei helfen, bei unseren Aufgaben in diesem Dasein zu bestehen.

Ich habe schon eine gewisse Zeit lang nach einem Weg für mich selbst gesucht, auf welchem es mir möglich ist, als Künstler das eigentliche Werk aufzubauen und anzubringen. Ich möchte mit meinen eigenen Dingen einmal etwas erreichen können. So möchte ich zum Beispiel mit den Menschen meines Umfelds gut klar zu kommen wissen. Heutzutage versuche ich es endlich, so etwas zu verwirklichen.

Dokumentation

Zur eigenen Sache

Von was schreibe ich in meiner Kartei 'Baukasten', zu welcher auch dieses Wiki dazugehört? - Ich habe es versucht, Ihnen mit dieser Textsammlung die eigenen Beweggründe für mein Kunstschaffen darzulegen. Dadurch werbe ich für meine Sache. Dabei wende ich die Methode einer Sprachgestaltung an. Mit ihrer Zuhilfenahme beschreibe ich, wie meine Dinge zustande gekommen sind. Eine Betrachtung der Bezüge meines Wesens habe ich dabei nicht ausgespart.

Unter Verwendung jener von mir bereits zu früheren Zeiten verfassten Texte kann ich eine Basis einrichten, welche mir dazu nützen soll, das alles vorzubereiten und in die Wege zu leiten, was einmal kommen wird. Diese Grundlage ist es, dank welcher ich endlich etwas für mich bewirken kann. Bald schon soll mir so etwas zur Verfügung stehen, dessen ich bedarf. Etwas davon ist ja bereits geschafft.

Phänomenales

Vom Lauf der Dinge

Mal um Mal erweitert sich das Eigene und wird doch lediglich etwas vertieft dabei. So geschieht es, dass mir etwas möglich wird. Die Dinge bei mir sind nach und nach besser gelungen. Ich trachte danach, jene von mir zu Vorzeiten gemachten Erfahrungen ein Stück weit zu klären. Es ist eine Notwendigkeit dieses Lebens für mich, und ich möchte das angehen. Dazu versuche ich es, meine eigentlichen Belange darzustellen, ohne mich über Gebühr zu verausgaben oder gar zu schwächen. Ich mache mich dabei allein nur so groß oder klein, wie das zu einer Darstellung dieser Dinge schicklich ist.

Der wahren Proportion meiner Dinge versuche ich mit meinen Worten zu entsprechen. Ich wende den Maßstab '1: 1: 1 = 100 %' auf deren Gestaltung an. Das soll diese verschlanken, ausprägen und schließlich auch etwas Geeignetes zu Tage fördern können. Unterdessen bildet mich das selbst aus. Ich gewöhne mich nach und nach an einen richtigen Lauf meiner Dinge. Alles Schwierige habe ich dabei bereitwillig sein gelassen.

Phänomenales

Der Worte Sinn ist vorgegeben

Ein Schriftsteller macht seine Übungen beim Aufschreiben eigener Gedanken und Ideen. Dabei festigt er sein Bedenken des Gegebenen direkt bei der Verrichtung seiner Arbeit. Jenen Sinn seiner Worte kann er dabei allein nur freilegen, aber er würde ihn nicht verfügen können. Er wird diesen aus dem bereits Vorgegebenen bilden, wie ihm das bekannt ist.

Zuweilen entfernt er das Überzählige daran, um so eine eigentliche Bedeutung der Worte freizusetzen. Das wahre Wesen der Sprache wird allein nur wegen einer Schlüssigkeit der Worte zu entdecken sein. Entsprechend dieses Sachverhaltes werde das eigene Gut gebildet und aufgezeigt.

Jene Bedeutung der Worte würde sich nicht abändern lassen, so diese gegeben ist. Es wird lediglich unsere Position im Umgang mit der Welt sein, welche sich da bei uns ändern kann. Das Gegebene ist immerzu von gleicher Art geblieben, auch wenn wir uns in diesem Dasein zuweilen schon etwas gewandelt haben.

Zu manchem erschütternden Niedergang können falsche Rückschlüsse bei uns Menschen führen. Eine eigentlich unsinnige Umdeutung von bekannten und bestehenden Geschehnissen sollte man nicht zulassen. Solche Auslöschungen des bereits zurecht Gegebenen würden zu nichts Gutem führen können. Der Mensch handle darum stets aufrichtig und bedacht.

Stillleben mit Brot, Aquarell