Der Keimling
Kapitel
Der Keimling
Etwas Einfaches hat jeder gern, wenn es von guter Natur ist. Da haben wir ausgesät und Hoffnung empfunden. Manchen Keim haben wir gezogen, mancher Same ist aufgegangen. An eine Ernte würde da noch nicht zu denken sein. Vielmehr schützen wir das, was wir haben, damit es gedeiht.
Ohne uns zu sehr auf das Gerede anderer Leute einzulassen, können wir gut bestehen. Etwas hat man gelernt, etwas hat man schon erfahren. Das sollte wahr sein. Darum gehen wir stets darauf ein, was für uns wichtig ist. Wir verteidigen unser Recht.
Bei Gefahr lassen wir alles los. Einzig die Hoffnung verbleibt uns dann.
Die Hoffnung ist gut. Mit ihrer Hilfe haben wir alles geschafft. Manch einer täuscht sich und denkt, dass die Worte von uns manipuliert seien. Doch wir haben nichts Positives getan und auch nichts Positives gesagt. Unser Wesen ist unabhängig und so auch in seiner besten Form zu vernehmen.
Worte binden. Worte binden den Menschen an sich. Es geht mit jedem weiteren Satz von uns etwas einher, was einem einzigen Wunsch für das Ganze gleichgekommen ist. Diesen Wunsch haben wir verspürt.
Mal ist er uns klar, mal vernehmen wir ihn undeutlich. Er bleibt, was er ist. Allem ist er enthalten.
Impuls
Die Malerei ist wie ein Tanzen des Pinsels auf einem Blatt Papier mit Farbe zu verstehen. Als Spiel wird sie durchgeführt, mit Freude ist sie zu erfahren.
Dokumentation
Im ersten Moment habe ich gar nichts gekonnt, als ich mit der Verwirklichung meiner eigenen Belange begonnen habe. Das habe ich so belassen und erst einmal alles beschaut, was dagewesen ist. Mir ist das gut vorgekommen.
Impuls
Wer etwas erreichen möchte, muss deutlich mehr dafür tun, als er dafür wieder bekommt.
Dokumentation
Die Freiheit eines Menschen ist eine, die sich darauf bezieht, dass er zu Fall kommen kann. Dabei möchte er auf gute Weise leben. Darum hat er das Recht, sich davor zu schützen, dass seine Dinge verderben. Zugleich schützt er sich selbst, während er für seine Dinge eingetreten ist.
Dokumentation
Der Mensch schaut auf das Gegebene und erkennt davon etwas ihm Bekanntes. Er sieht auch auf das Größere. Den Hintergrund dieser Dinge ordnet er dem Gegebenen zu. Dafür braucht er seine Fantasie. Er ordnet das Bekannte und die phänomenale Erscheinungswelt in der Gegenwart einander zu. Dabei begreift er, was er festzustellen vermag. Er liest an den Dingen etwas ab. Das wird einmal etwas mit Sinn ergeben, an dem man sich orientieren kann.
So gestaltet man das eigene Gut. Es wird wahr sein, dass die Dinge erfasst werden können. Auch die Phänomene dieser Wirklichkeit sind als Ursachen davon zu erkennen, was gegeben ist. Da führen sie zu den Erscheinungen, die uns ausmachen.
Dokumentation
Mathias Schneider hat von der freiwillig gewählten Begrenzung seiner Gedanken und Ideen bei Werke auf die Schau der tatsächlich gegebenen Dinge zuweilen schon stark profitiert. Da hat er von dem gesprochen, was da ist, und darauf wert gelegt, seine Bedenken dazu zu äußern. Durch das Hören und Sprechen hat er Stille gefunden. Im Gespräch scheint sie die Basis für eine höhere Machart der Kreativität zu sein. Sie verkörpert einen absoluten Bezug für den Autor.